Dogi - die Kleidung im Aikido

Im Aikido-Training tragen wir einen Keikogi, einen einfachen Anzug aus weißer Baumwolle. Es können Karategi, Judogi oder Aikido-Uwagi getragen werden.

Kleidung im AikidotrainingKarategi bestehen aus einer Jacke (Uwagi) und einer Hose (Zubon) aus festem Baumwollcanvas, einem Gewebe wie es bei Leinwänden für die Malerei verwendet wird. Es gibt auch Anzüge aus Mischgeweben. Diese neigen nicht so sehr zum Einlaufen. Baumwollanzüge laufen nur bei den ersten Wäschen ein. Dies kann man beim Kauf einkalkulieren. Sie sind wesentlich angenehmer auf der schwitzenden Haut zu tragen als Mischgewebe. Bei Karategi wird die Jacke an beiden Seiten geschnürt, Hosen gibt es mit einfacher Schnürung oder auch mit zusätzlichem Gummizug.

Judogi unterscheiden sich von den Karategi dadurch, dass die Jacken dicker gewebt sind. Sie haben in der Regel im oberen Bereich eine traditionelle Reiskornwebung und unterhalb der Gürtellinie ein Rautenmuster. Das Revers ist verstärkt, um Griffsicherheit und Haltbarkeit zu gewährleisten. Die Judo-Jacke wird nicht geschnürt.

Kleidung im AikidotrainingAikido-Uwagi sind identisch mit den Jacken die im Kendo getragen werden. Sie haben Webmuster die denen der Judouwagi entsprechen, werden jedoch zusätzlich an den Seiten und an der Brust verschnürt.

Die Jacke wird mit einem Baumwollgürtel (Obi) gebunden. Im Deutschen Aikido-Bund ist die Farbe von der Graduierung des Aikidoka abhängig.

Schüler dürfen einen weißen Hakama tragen, einen Hosenrock wie er von den Samurai als Reithose aber auch zu formellen Anlässen getragen wurde. Aikido-Meister müssen einen schwarzen Hakama tragen. Die sieben Falten des Hakama stehen für die 7 Tugenden der Samurai:

  • Gi (): Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
  • Yu (): Mut
  • Jin (): Güte
  • Rei (): Höflichkeit
  • Makoto () oder Shin (): Wahrheit oder Wahrhaftigkeit
  • Meiyo (名誉): Ehre
  • Chū (): Pflichtbewusstsein oder Loyalität oder auch Chugi (忠義): Treue

Für den Weg zur Matte tragen wir Zori, einfache Sandalen. Sie verhindern das wir mit unseren Füßen Schmutz auf die Matte bringen. Das Training erfolgt dann Barfuß.

Der Kostenaufwand für die Erstausstattung im Aikido ist gering. Einen einfachen Keikogi mit Obi bekommt man ab 20 Euro. Als Zori können Flip-Flops mitgebracht werden.

Für den Start im Aikido ist jedoch jede bequeme Kleidung in Ordnung. Einsteiger brauchen nur zu den Trainingszeiten in unser Dojo im Dorfgemeinschaftshaus zu kommen und können gleich mit üben und ausprobieren, ob Aikido auch ihr Weg sein könnte.